Villa Romenthal nach der Restaurierung. Westseite. Links im Hintergrund der Ammersee und das gegenüberliegende Ostufer.
Das größere Vordach über dem herrschaftlichen Eingang mit zwei Meter breitem Aufgang zur belle etage wurde restauriert. Für den kleineren Eingang, ursprünglich Zugang für das Personal über das Treppenhaus zu den vier Geschossen, gab es nie ein Vordach. Ich habe eins hinzugefügt.
Zum Verständnis: Die Villa war so geplant, dass der Graf und die Gräfin einen eigenen, feudalen Zugang zur belle etage hatten. Die oberen Räume konnten sie über das Personal-Treppenhaus erreichen. Dort waren das Schlafzimmer, das über eine Tür mit dem Kontor verbunden war, ein weiterer Wohnbereich und auch das Zimmer der Jungfer.
Die historisch wichtigen Zugangs- und Verbindungsmöglichkeiten mit zwei Hauseingängen erlauben verschiedenartige Nutzungsvarianten der Villa, bis zu vier eigenständigen Einheiten. |
Villa Romenthal nach der Restaurierung. Südfassade mit Balkon, Ostfassade mit Glashaus.
Das Schlafzimmer im Obergeschoss besaß lediglich drei schmale, durch Natursteinsäulen unterteilte Fenster nach Osten. Im Foto sind sie als drei nah beieinanderliegende Rundbögen im Obergeschoss sichtbar. Wegen der Möblierung war kein Fenster zur Südseite vorgesehen. Ich habe hier auf dem kleinen Erker einen Balkon mit zweiflügeliger Rundbogentür hinzugefügt. Früher war der Raum nur mit Ostfenstern viel zu dunkel, jetzt ist er lichtdurchflutet.
Durch Tieferlegen des Bodens im unteren Geschoss war die Unterkante der Fenster zu hoch. Ich ließ den Beton nach unten aussägen, um für die neue Nutzung als Wohn- oder Büroraum einen bequemen Seeblick zu erzielen.
Im Foto gut sichtbar die filigrane Rekonstruktion des Glashauses von der Seite. |